Yanmar 3JH3 Motoröl Auswahl (Gilt auch für viele andere Saug Dieselmotoren)

Da ich des öfteren nach dem verwendeten Motoröl in dem 40PS Yanmar 3JH3 Motor gefragt werde, hier meine Erfahrung.

Als Motoröl verwende ich seit Jahren Castrol Magnatec Diesel 10W-40 B4. 10W-40 weil es kein synthetisches, sondern mineralischen Öl ist. Synthetische Öle sind dünnflüssig und lösen gerne Ölablagerungen in älteren Motoren. Wenn Sie nicht wissen was verwendet worden ist , immer mineralisches Öl verwenden. Insbesondere bei älteren Motoren mit einigen Betriebsstunden auf der Uhr. Sonst könnten sich  durch gelöste Ölkohle die feinen Öl Kanäle im Motor verstopfen.  B4 ist für Dieselmotoren.

Vor Jahren habe ich die Yanmar Ölspezifikation an Castrol weitergeleitet. Die werben damit, das der Ölfilm lange auf den Zylinderwänden kleben bleibt, auch bei langen Standzeiten und beim Starten die Reibung reduziert. Die Antwort war: Das Öl wäre noch viel zu gut für einen 3JH3 Motor.

Ich stelle den Motor über ein Zugseil ab. Nur nach der Winterpause lasse ich den Motor mit gezogenem Zuglseil so lange mit dem Anlasser orgeln bis Öldruck da ist. Dann 1 min warten und dann richtig starten.

Meine Motoren haben 2980h auf der Uhr. Sie springen immer sofort schnell an. Die Kompression ist somit gut.

Wenn ich Öl brauche suche im im Internet danach. Aktuell 26€ für 5 L ist ok.

 Stand: Mai 2021

erschienen im Palstek 2-2021 (März 2021)

Reparaturbericht: Saildrive SD50 Kupplungs Refit (Kupplung rutscht durch).

 

Wenn in der ersten oder zweiten Stufe des Schalthebels am Steuerstand der Motor läuft aber kaum Wasser bewegt wird, ist häufig eine rutschende Kupplung die Ursache. Passiert das plötzlich bei einem Hafenmanöver, sind schnelle, umsichtige Entscheidungen notwendig.

Meistens fasst die Kupplung dann doch, und die Situation ist gerettet. Doch dann ist eine Wartung der Kegelkupplung des SD 50 angesagt. Man studiert das Handbuch- und Service Manual des SD50 und liest, dass alle 500h die Kupplung geläppt werden soll, und alle 2000h eine neue Kupplung fällig ist.
Kontaktiert man den Yanmar Service, bekommt man Angebote von 500€ - 3000€ für das "Läppen" und evtl. Konus tauschen, dazu oft die Anweisung "Schiff aus dem Wasser". Das Internet ist voll von schlechten Erfahrungen mit rutschenden Yanmar Kegelkupplungen und ebenso unfähigen, wie geldgierigen Werkstätten. Wirklich positive Erfahrungen sind nur vereinzelt zu lesen. Die meisten Informationen beschreiben das "Läppen", aber nicht das Einmessen der Kegelkupplung.

 

 

 

Für die Reparatur nach dieser Anleitung braucht man das Schiff nicht aus dem Wasser nehmen, nur etwas Zeit und ein paar Ersatzteile, manches auch vom Yanmar Ersatzteilservice. Diese Reparaturanleitung beschreibt das "Läppen" ebenso wie die Prüfung und gegebenenfalls das Auswechseln von Verschleißteilen.

 Evtl. werden nicht alle Ersatzteile benötigt. Das ist abhängig vom Verschleißzustand der Kupplung. Geht man auf große Fahrt, sind die nachfolgend markierten (*1) Ersatzteile die Minimalausrüstung. Inzwischen habe ich für einige Teile Ersatztypen besorgt. Die Liste steht am Ende dieses Beitrages.

Nr. Anzahl Bezeichnung Yanmar Bezeichnung Ersatzteilnummer Info
1 1 M16x1,5 Spezialmutter Linksgewinde Top Nut 196324-04380 Habe ich in einer CNC Werkstatt drehen/ fräsen lassen.(*1)(*2)
2 1 Stütz - Unterlegscheibe Trust Wascher 196322-04410 (*1))(*2)
3 1 Stützlager Collar Thrust 196320-04361 (*1)
4 1 Ringe (2Stück) Circlib 196322-04370 (*1)
5 1 Stützscheiben, unterschiedliche Dicke Collar set 196320-0440 (*1)(*2)
6 1 Passringe (T5, T1) Shim Set 75/85 196322-02320   Nur bei Beschädigung
7 1 Passring (T2) Shim 196320-02230   Nur bei Beschädigung
8   Satz Passringe aus Federstahl/Edelstahl 0.1mm, 0.2mm, 0.25mm --- ---  (*2)
9 5 Passringe aus V2A 5x0,2mm Shim 196322-06630 

 (*2)

10 10gr

60µ Schleifpulver mit Getriebeöl SAE30 zu einer Paste mischen oder Teroson VR2200 Ventileinschleifpaste (nur die feine Nachschleifpaste verwenden)

--- ---  (*2)
  4 Nadelkränze  Bearing 196322-04781   (*2)

(*2) Hier habe ich eine Nicht-Yanmar Lösung gefunden.

Ein Problem mit dieser Kupplung ist, u.a., dass das Collar Set, das sind Stützscheiben aus Kupfer, nur in 0,5mm Schritten zu bekommen sind. Die Lösung hier sind Passringe aus Federstah/ Edelstahll die in 0.1mm, 0.2mm und 0.25mm Schritten erhältlich sind. Sie erleichtern die Arbeit ungemein und verlängern die Standzeit bis zur nächsten Reparatur erheblich.

Im Gegensatz zu den Angaben im Service Manual wird die Kupplung nicht auf ein freies Spiel von 0,05mm - 0,5mm, sondern mittels der vorher genannten Passringe auf ca. 0,1mm - 0,2mm eingestellt.

Das freie Spiel am Schalthebel für den Vorwärts- und Rückwärtsgang muss genau nach den Vorgaben in dieser Anleitung eingestellt werden. Dazu später mehr.

Wenn alle Reparaturschritte richtig durchgeführt wurden, sind Standzeiten bis zur nächsten Wartung/ Reparatur von 1000h möglich, wenn nicht, dann entsprechend weniger.

Benötigtes Werkzeug und Ersatzteile:

Fühlerlehre; Pinsel; Reinigungsbenzin; Satz Ring / Maulschlüssel; M8 Ringschraube; Schieblehre; Dreikant-Schlüsselfeile, kleines, schmales Sägeblatt; alter Spachtel mit durchgehendem Metallkern und Holzgriff; Flach-Schraubendreher klein-mittel-groß; Plastikhammer; Metallhammer; massiver Schraubstock; Aluminiumbacken; kleiner Meißel; stabiler Schlagschraubendreher (mit durchgehendem Metallkern); Drehmomentschlüssel; Stecknuss im Zollmaß 11/16. Ölabsaugpumpe

Optional: 2,4mm Bohrer; 3stufiger 3mm Gewindebohrer; Loctide superfest oder anderer Hersteller mit diesen Eigenschaften (im Bericht Schraubenfestiger genannt); 1,5mm Inbusschlüssel; 3mm Gewindestift mit Spitze;

Ersatzteile: (siehe Tabelle oben) Yanmar Zoll Mutter M16 x 1,5 Mutter (Linksgewinde);Yanmar Collar Set; Passringe 0,1mm, 0,2mm, 0,25mm 0,5mm;  2 oder 4 Nadelkränze (Käfiglager);

 

Kupplung ausbauen:

 

Entweder man macht einen Ölwechsel, dann saugt man, wie im Handbuch beschrieben, das ÖL aus dem Saildrive ab.
Sonst reicht es, das Öl aus dem Bereich unterhalb des Ölmessstabes abzusaugen.

 

Die 4 Schrauben aus dem oberen Deckel lösen. Dabei auf die O-Ringe (Teile Nr.: 024311-000090), (Teile Nr.: 24321-000950) und auf den Passring T5 (Teile Nr.: 196322-02320) achten, sie werden weiterverwendet.

Damit die Kupplung in der richtigen Höhe und fest im Gehäuse sitzt sind Passringe oberhalb (T5) und unterhalb der Kupplung (T1) vorhanden. Beide werden weiterverwendet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den Schaltzug vom Kupplungshebel abbauen und die beiden Schrauben (roter Pfeil) lösen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann den Spachtel zwischen dem Flansch und Kupplungsgehäuse treiben und mit dem kleinen Schraubendreher den Spalt weiter vergrößern. Den Kupplungshebel mit Flansch mit kleinen hin- und her Bewegungen mit der Hand aus dem Kupplungsgehäuse ziehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann die 4 Muttern auf beiden Seiten des SD50 Flansches lösen und, wie gezeigt, zurückdrehen. Wichtig!! Die Muttern auf den Schraubenbolzen belassen.
Dann mit einem Montageeisen oder mit einem Kunststoffhammer die Schrauben (über Kreuz) samt Mutter in Richtung Motor zurücktreiben.

Das funktioniert wirklich (meistens).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Falls sich die 4 Verbindungsschrauben zwischen Motor und dem Saildrive nicht zurückschieben lassen, ist ein anderes Vorgehen notwendig.


Zuerst alle Schrauben der Getriebeglocke entfernen (rote Pfeile).

Die Muttern auf den Gewindebolzen des SD50 Flansches belassen. (grüne Pfeile)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun wird der Motor vom Motorlager abgeschraubt (4 Schrauben). Mittels eines Montageeisens oder Flaschenzuges wird nun der Motor um die Schraubenlänge (roter Pfeil) vom Saildrive wegbewegt.

Daher müssen die Muttern auf den Schraubenbolzen bleiben. (grüne Pfeile)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun noch eine 8mm Ringschraube in die Kupplungsachse schrauben und daran die Kupplung aus dem Saildrive-Gehäuse ziehen. Eine lange M8 Schraube tut es auch.

Vorteil dieser Prozedur: Das Schiff muss nicht aus dem Wasser

Evtl. hängt unten an der Kupplung noch der Passring T1. Diesen wieder in das Kupplungsgehäuse einlegen.

 

Zerlegen der Kupplung:

 

 

Die Kupplung wird nun, unter Verwendung von Aluminiumbacken, in den Schraubstock fest eingespannt.

Dann mit einem kleinen Meißel den verformten Teil der Mutter (Mutternsicherung) abmeißeln, damit die Mutter abgedreht werden kann. (Achtung, die Mutter hat Linksgewinde, d.h. Mutter im Uhrzeigersinn lösen). Wenn die Mutternsicherung abgemeißelt ist, wird mit der 11/16 Zoll Nuss die Mutter gelöst und abgeschraubt.

 

 

 

 

TIPP: Mir ist das Meißeln an der Kupplung zuwider. (harte Schläge auf die Achse, Metallspäne etc.)
Wenn man jedoch zwei 3mm Gewinde, wie unten gezeigt, an der Mutter anbringt, kann man die Mutter mit 2 Gewindestiften (mit Innensechskant und Spitze) sowie mit etwas Schraubenfestiger am Gewinde der Gewindestifte und der Mutter gut befestigen. (Mutter, Gewinde an der Kupplungsachse und der Gewindestift müssen gut entfettet sein, damit der Schraubenfestiger auch richtig wirkt).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der nächsten Wartung erhitzt man die Mutter mit einem Heißluftfön auf über 80°C (tut etwas weh bei Berührung), schraubt die Gewindestifte heraus und die Mutter im Uhrzeigersinn ab. Die Mutter kann dann wiederverwendet werden.

   

 

 

 

 

 

 

Kupplung weiter zerlegen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Untere Stützscheibe kontrollieren:

 

 

 

 

 

Links neu, rechts alt. Wenn die Ringe (Teile Nummer: 196322-04370 und die Stützscheibe (Teile Nummer: 196320-04361) Riefen zeigen, müssen sie in jedem Fall ausgewechselt werden.

 

 

 

 

 

 

Kupplung läppen

"Läppen" heißt die Grund-Rauigkeit der Kupplung wiederherstellen.                                                                        

 

Die Kupplung läuft voll umflossen vom Getriebe-Öl. Es dringt erst in die großen und von dort aus weiter in die schmalen Kanäle ein. Langsam- Lauf der Maschine mit schleifender Kupplung ist Gift für diesen Kupplungstyp. Die Kegelkupplung erhitzt sich, und das Öl verbrennt in den schmalen Kanälen, die dann verstopfen. Das verbrannte Öl wirkt wie ein Poliermittel und schleift die Lauffläche in der Kupplungsglocke blank. Das verkürzt die Zeit bis zur nächsten Wartung. Ist die Kupplung stark mit Ölkohle verschmutzt, muss auch das Öl gewechselt werden. Viele kleine Stückchen Öl kohle schwimmen im Öl und verstopfen gerne die schmalen Kanäle, da es keinen Ölfilter im SD50 gibt. 

Mit einer kleinen Dreikant Schlüsselfeile, der schmalen Klinge eines Universalmessers oder einer sehr schmalen Säge werden erst die breiten, dann die kleinen Öl-Kanäle wieder geöffnet. Auf dem Foto oben links unbehandelt, rechts behandelt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Tipp: Nun ist klar warum Yanmar beim Segeln den Getriebe-Leerlauf (Neutral) vorschreibt. Das Wasser erzeugt Vibrationen, wenn es den feststehenden Propeller umströmt. Diese Vibrationen übertragen sich auf die Kupplung und schleifen die Kupplungsglocke blank. 

Noch ein Tipp:  Immer zügig (schnell) von Neutral in die erste Stufe Vorwärts oder 1.Stufe Rückwärts schalten damit die Kupplung schon gegriffen hat bevor der Motor richtig Kraft entwickelt. Vom Vorwärts in den Rückwärtsgang immer langsam mit Pause im Leerlauf schalten. Knallt es im Getriebe war es definitiv zu schnell.

 

Auf der Kupplungsglocke Innenseite sieht man braune Ablagerungen (linker Pfeil) mit einer schönen Spiegelung der blankpolierten Fläche (Pfeil rechts) 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor dem Läppen die Nadelkränze aus der Glocke entfernen!

 

Nun wird die komplette Lauffläche der Glocke mit der Schleifpaste benetzt und der Kupplungskegel (mit der richtigen Seite (*)) in die Kupplungsglocke eingesetzt. Der Kupplungskegel wird in die Glocke gedrückt und so ca. 10-mal mit der Hand hin und her bewegt, dann den Kegel in der Glocke ein Stück weitergedreht. Diesen Vorgang 5x wiederholen. Damit kommt man auf 50 Schleifvorgänge und der Kupplungskegel wurde einmal komplett in der Glocke gedreht.

 (*) Die gekennzeichnete Seite (Bsp. bei mir: 4CA) des Kupplungskegels zeigt im Saildrive eingebaut nach unten, bzw. rechts im oberen Bild "Kupplung weiter zerlegen".

 

 

 

 

 

 

Glocke und Kegel jetzt gründlich in Reinigungsbenzin waschen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Links die geläppte Lauffläche, rechts die unbehandelte Fläche.

Zeigt die Lauffläche nach dem Läppen farbliche Veränderungen, diese können durch Überhitzungen entstehen, sind Teile oder sogar die gesamte Kupplung auszutauschen.

 Wenn die Teile wieder gereinigt sind, steckt man den Kegel (beide Seiten und auf die richtige Zuordnung Kegel / Glocke achten) in das Gegenstück (Glocke) und kontrolliert mit der Schieblehre das Mindestmaß. Das Standardmaß ist 29,4mm bis 30mm. Das Mindestmaß ist 29,1mm.

 

 

 

 

 

 

Wird es unterschritten, ist eine neue Kupplung notwendig (GEAR SET 196322-04152)

 

 

 

 

 

 

 

Kalkulation des Passring T1 (Passring im Getriebeboden)

 

Die Formel für die Passring T1: T1= (A - L1 - 10)
(+/- 0,025mm)

Die Höhe des unteren Teils der Kupplung ist L1. Der Standardwert ist 68,2mm.

A=78,5mm. Am SD50 ist unterhalb des Typenschilds eine Zahl für die Abweichung eingeschlagen. 3 bedeutet ==> 0,03mm.

Dann ist A= 78,5mm + 0,03mm = 78,53mm.

(selbst gemessen L1 = 68,25mm ==> T1=0,3mm)

 

 

T1 prüfen und wiederverwenden oder gegebenenfalls anpassen.

 

 

 

 

 

 

 

Nadelkränze prüfen:

 

 

Die Nadelkränze sind auf Vollständigkeit der Nadeln im Käfig zu prüfen und gegebenenfalls beide Lager auf der jeweiligen Seite tauschen.

 

 

(Teilenummer:  196322-04781 oder Industrietyp K24X28X17)

 

 

 

 

 

 

 

Kupplung zusammenbauen:

Beim Zusammenbau ist darauf zu achten, dass der beschriftete Teil des Kegels nach rechts, wie im Bild unten, zeigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Zusammenbau auf die richtige Position vom Passring T2 (196320-02230) achten. T5 (196322-02320) wird beim Aufschrauben des Deckels in Position gebracht. T1 sollte sich noch im Boden des Kupplungsgehäuses befinden.

Anschließend die Kupplung in einen Schraubstock fest einspannen. Alu-Backen nicht vergessen!

 

Kupplungsspiel ausmessen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Mutter nur leicht anziehen damit das freie Spiel gemessen werden kann.

Mit dem Collar Set (Kupfer-Stützscheiben) von Yanmar (Teilenummer: 196320-0440) die passende Kupfer-Stützscheibe so auswählen, oder eine gebrauchte auswählen, dass 0,1mm - 0,5mm freies Spiel übrigbleibt. Dann das verbliebene Spiel mit den Federstahl Passringen und der Fühlerlehre auf 0,1mm - 0,2mm einstellen.

Mutter und Gewinde ölfrei reinigen (Bremsenreiniger). Dann mit Schraubensicherung bestreichen und mit einem Drehmomentschlüssel auf 150Nm festziehen. Das freie Spiel nochmals prüfen.

Anschließend die beiden Gewindestifte mit dem 1,5mm Inbusschlüssel festziehen. Schraubensicherung nach Herstellerangaben trocknen lassen.

 

Kupplung einsetzen

8mm Ringschraube wieder in die Kupplung einschrauben. Kupplung dünn einölen (Motoröl) und darauf achten, dass der Passring T2 nicht übersteht. (siehe Pfeil im linken Bild)

Sollte die Kupplung nicht komplett in das Gehäuse des SD50 einsinken, einfach an der Ringschraube etwas drehen, bis die Kupplung komplett im Gehäuse einsinkt.

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die runde Öffnung des Kupplungsgehäuse darf die Öffnung für den Schalthebel am SD50 Gehäuse nicht verdecken. Gleichmäßig ausrichten. Kann man gut mit den Fingern ertasten. (Siehe Bild rechts)

 

Kupplungshebel mit Schalthebel einbauen

 

 

 

 

 

 

Den Schalthebel mit dem breiten Teil nach hinten (siehe Pfeil) zum Heck, einsetzen. 

Dann den Kupplungshebel mit den beiden Schrauben befestigen.

 

 

 

 

 

 

 

Schalthebel justieren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn der Kupplungshebel wieder angeschraubt ist, wird die M8 Inbusschraube (roter Pfeil) entfernt. Vorsicht, dass die Passringe (grüner Pfeil), dabei nicht verloren gehen. Den Kupplungshebel ca. 10°-15° neben der Neutralstellung einstellen. Dann ist der Schalthebel am tiefsten Punkt in die Kupplung eingefahren.

 

 

 

 

 

Die Kegelkupplung sitzt nie mittig. Um die geringste Tiefe L zu ermitteln, muss mittels der Ringschraube die Kupplungsachse gedreht werden, bis die Tiefenlehre der Schieblehre am weitesten aus der Bohrung herausschaut. Die Kupplungsachse nun in dieser Position belassen.

Die Achse des Schalthebels hat mittig eine Vertiefung. Vorsicht, nicht einmal mit und ohne Vertiefung messen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann mit der Tiefenlehre der Schieblehre die Tiefe L an der Position der Inbusschraube messen (siehe unten). Vorsicht, der Schalthebel hat eine Vertiefung in der Mitte (siehe nästes Bild). Die Vertiefung darf nicht mit gemessen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Dicke des Passrings berechnet man:

T= (H - L + C) (+/-0,1mm)
mit
L = Tiefe des Schalthebels  (Standard ca. 16,35mm)
H = Schraubenlänge (Standard ca. 17mm)
T = Dicke Passring   (Standard  ca. 0,95mm)
C = Abstand zwischen Schraube und Schalthebel (Standard = 0,3mm +/- 0,1mm)

 

 

Beispiel:  Schraube gemessen 17,1mm; Tiefe des Schalthebels gemessen 16,3mm; C soll 0,3mm sein.

==> T = 17,1mm - 16,3mm + 0,3mm = 0,5mm (+/- 0,1mm) ==> Passring Stärke 3x0,2mm = 0,6mm wählen und mit der M8 Inbusschraube anschrauben.

Mit der Hand den Kupplungshebel vor- und zurück schalten und auf freie Bewegung prüfen. In den Endlagen von Vorwärts, Neutral, und Zurück sinkt der Kupplungshebel in das Getriebegehäuse etwas ein. Das muss klar zu sehen sein.

Beim späteren, abschließenden Test wird dieses Verhalten des Kupplungshebels nochmals geprüft. Daher das Verhalten genau betrachten und merken.

 

Passring T5 berechnen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Berechnung von T5 = (H6-L6)    Abweichung +0 bis 0,05mm

Messung von H6 wie oben links gezeigt.  Gemessen H6 = 16,5mm.
Messung L6 wie oben rechts gezeigt. Gemessen L6 = 16,1mm.

T5 = (16,5mm - 16,1mm) = 0,4mm. Den Passring kontrollieren und gegebenenfalls anpassen.

 

Getriebeflansch wieder zusammenschrauben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die 4 Schrauben (grüner Pfeil) des SD50 Getriebeflansch über Kreuz wieder anziehen.

Dabei etwas an der Ringschraube drehen, damit das Antriebskegelrad leicht in die Kupplung rutscht.

 

Getriebedeckel einbauen

 

 

 

Nun die beiden O-Ringe und den Passring T5 einsetzen.

Dann den Kupplungsdeckel einsetzen und die 4 Schrauben über Kreuz anziehen.

Nun noch den Schaltzug am wieder anschrauben. Der Schaltzug - Mantel hat eine Kerbe, die Befestigungsschelle hat eine Nase. Mit der Nase in die Kerbe wird der Schaltzug befestigt. Die Schaltzug - Seele wird am Kupplungshebel mit einem Splint befestigt. Weitere Einstellmöglichkeiten gibt es hier nicht.

 

 

 

 

 

Getriebe und Motor wieder zusammenschrauben

Wenn die Getriebeglockenschrauben gelöst werden mussten:

Den Motor mittels Montageeisen oder Flaschenzug wieder näher an die Getriebeglocke heran bewegen, so dass die Schrauben wieder fassen.

 

Dann die Schrauben der Getriebeglocke über Kreuz etwas anziehen umso den Motor an die Glocke heranziehen.

Anschließend den Motor passend zum Motorlager ausrichten und die Motorlager - Schrauben anziehen.

 

 

 

 

Öl wieder auffüllen und Ölstand kontrollieren (siehe unten "Noch ein Wort zum Ölstand im SD50").

Nun noch Getriebeöl nach Handbuchanweisung auffüllen. Zur Höhe des Ölstands im SD 50 bitte erst das nächste Kapitel lesen.

 

Noch ein Wort zum Ölstand im SD50:
Sie haben schon einmal Spuren von Getriebe Öl auf dem Dichtungsflansch des Saildrive entdeckt? Das könnte auf einen falschen Ölstand im SD50 hinweisen.

Sie wechseln das Öl selbst im Rahmen der jährlichen Wartung und folgen den Anweisungen Ihrer Betriebsanleitung?

Sie lassen den Ölwechsel in einer Yanmar Service Werkstatt machen? Aber auch die Service Werkstätten lesen nicht alle die Yanmar Technical Bulletin.

In dem Yanmar Technical Bulletin MSA 09-017(vom 16.9.2009) wird der Ölstand im SD50 neu definiert.
Schauen Sie also nach ob in Ihrem SD50 ein langer oder kurzer Ölmessstab verbaut ist, und befüllen Sie den SD50 nur bis zur Low Markierung beim kurzen Ölmessstab oder bis zur Full - Markierung des langen Ölmessstabs.

Ein neuer Ölmessstab kann unter der Ersatzteilnummer 196450-02350 beim Yanmar Service bestellt werden.

 

 

 

Noch ein Hinweis:  Der neue lange Ölmessstab hat einen schwarzen Punkt auf dem Deckel.

 

 

 

 

 

Begründung von Yanmar: Durch die Erwärmung im Betrieb des SD50 baut sich im Getriebe ein Druck auf. Dieser Druck könnte über den Antriebswellendichtring (zum Motor) entweichen. Dabei kann Öl mit austreten.  Bei der anschließenden Abkühlung könnte ein Unterdruck im SD50 entstehen, welcher Wasser am Propellerdichtring ansaugen könnte.

Durch die Vergrößerung des Verhältnisses von Luft zu Ölstand im SD50 sind die Druckverhältnisse günstiger und das Risiko einer Wasser-Leckage geringer.

 

„Ein Wort zum Getriebe ÖL“

In der Betriebsanleitung zum SD50 wird auf das Mercury Qucksilver High Performance Gear Oil hingewiesen. Soweit bekannt, wird diesem Öl nicht nur ein exorbitanter Preis, sondern auch sehr gute Wasserbindungs - Eigenschaften zugeschrieben. Beides kann ich bestätigen.

Wenn man die Simmerringe am Propeller des Saildrives zusammen mit dem Unterwasseranstrich immer wechselt, so alle 2-3 Jahre, kann man auf diese Eigenschaften gut verzichten und verwendet SAE 90 GL3 oder GL4 Getriebe ÖL stattdessen. Das kostet nur 10% - 15% des Quicksilver Öl Preises und ist vollkommen ausreichend für die Belastungen im Saildrive.

Auf keinen Fall GL4+ oder GL5 oder noch höher legierte Öle verwenden. Diese sind nicht nur teurer, sondern definitiv nicht gut für die Kegelkupplung.

Und nun für die Techniker unter den Seglern:

Ein API GL4 Schmierstoff enthält Additive speziell für Schaltgetriebe. Schaltgetriebe enthalten Buntmetall (Synchronringe). Die Reibung eines GL4 Öls darf nicht zu gering sein, sonst rutscht der Synchronring durch und schalten wird unmöglich. Ist die Reibung zu hoch, wird die Schaltung hakelig und kratzt. Der Kegel in der SD50 Kupplung ist aus Buntmetall. Eine zu geringe Reibung würde die Kupplung leicht durchrutschen lassen.

Auch kein GL4+oder GL4/5 verwenden. Das ist dünnflüssig wie GL5 und enthält nicht so scharfe Additive.

Ein API GL5 Schmierstoff enthält spezielle Additive für höchstbelastete Getriebe, wie z. Bsp. Hypoidgetriebe. Diese Getriebe haben eine Bogenverzahnung. Neben einigen Vorteilen hat diese Art der Verzahnung den Nachteil das die Flächen nicht nur aufeinander abrollen, sondern auch ein wenig gleiten. Das stellt erhöhte Anforderungen an das Material und benötigt eine hohe Gleitfähigkeit des Öls. Die Additive enthalten Schwefel, was wiederum Buntmetalle angreift.

 

Abschlusstest:

Wie schon im Kapitel "Schalthebel justieren" wird nun die Übertragung der Zustände Vorwärts, Neutral und Rückwärts am Kupplungshebel des SD50 geprüft.

1.Test: Ohne laufende Maschine:
Am Steuerstand wird von einem Helfer Neutral nach Vorwärts und zurück nach Neutral, sowie Neutral nach Rückwärts und zurück nach Neutral eingestellt. In den Endlagen von Vorwärts, Neutral, und Zurück sinkt der Kupplungshebel in das Getriebegehäuse etwas ein. Das muss klar zu erkennen sein.

2.Test: Mit laufender Maschine:
Am Steuerstand wird von einem Helfer Neutral nach Vorwärts und zurück nach Neutral, sowie Neutral nach Rückwärts und zurück nach Neutral eingestellt. Schon in der ersten Stufe, sofern vorhanden, muss deutlich Schraubenwasser in der entsprechenden Richtung zu sehen und zu spüren sein (Bewegung vom Boot). In den Endlagen von Vorwärts, Neutral, und Zurück sinkt der Kupplungshebel in das Getriebegehäuse etwas ein. Auch jetzt muss das klar zu erkennen sein.

Folgt der Kupplungshebel nicht komplett der Einstellungen vom Steuerstand, so ist die Montage des Schaltzuges am Saildrive zu prüfen. Dann muss am Steuerstand der Schaltungszug geprüft und gegebenenfalls so nachgestellt werden, dass der Kupplungshebel sich so bewegt, wie im Kapitel "Schalthebel justieren" beschrieben wurde. Der Kupplungshebel wurde mit der Hand in die Endlagen bewegt und ist dabei ein wenig ins Getriebegehäuse gewandert.

 

Gang rein oder Getriebeleerlauf beim Segeln?

Im Internet kursieren die wildesten Gründe warum der Gang eingelegt oder das Getriebe im Leerlauf mitlaufen sollte. In bestimmten Fällen stimme ich der Yanmar Anweisung zu. Bei einem Festpropeller muss das Getriebe im Leerlauf mitlaufen. Bei einem Faltpropeller muss man prüfen, ob ein eingefalteter Propeller Schwingungen auf die Getriebekupplung überträgt.

Begründung: Ist beim Segeln der Gang eingelegt umströmt das Wasser verwirbelnd die Schiffsschraube und erzeugt Schwingungen. Die Schwingungen übertragen sich auf den Kupplungskegel, der in der Kupplungsglocke sitzt. Diese Schwingungen erzeugen kleine Bewegungen, die die Kupplungsglocke polieren und führt dazu, dass die Kupplung nicht mehr greift

Fake Argument: „Nicht richtig geschmiert“. In Internet wird behauptet, dass das Saildrive nicht richtig geschmiert würde, wenn es in neutral Stellung beim Segeln mitlaufen würde. Im Benutzerhandbuch des Saildrive SD50 wird in Kapitel 2 „Technische Spezifikation“ unter Schmiersystem „Ölbad Typ“ genannt. Bei diesem Typ sind alle beweglichen Teile immer von Öl umflossen. Eine Pumpe ist nicht notwendig. Somit ist dieses Argument falsch.

Fake Argument: „Hohe Abnutzung“. Was soll sich abnutzen, wenn der Wasserstrom den Propeller und das Getriebe bis zur Kupplung antreibt? Die Kraft ist viel zu gering, um eine Abnutzung zu erzeugen.

 

Fazit:

 Eigner, die sich an die Kupplung wagen, sollten neben einiger technischer Erfahrung auch das Gefühl für technische Bauteile mitbringen. Weder das Ablesen einer Schieblehre darf Schwierigkeiten machen, aber auch nicht das Arbeiten mit Schleifpaste und Gewindebohrer. Wer diese Fähigkeiten nicht mitbringt sollte sich mit einer Servicewerkstatt kurzschließen. Durch diese Arbeitsanleitungen kennt der Eigner die nötigen Arbeitsschritte und um unnötige (und teure) Schritte des Mechanikers zu erkennen und gegebenenfalls zu verhindern.

Zum Beispiel den Einbau eines neuen Kupplungskegel, obwohl er nicht untermaßig ist, aber mehr Geld dem Service Betrieb bringt.

Gute Fahrt und fair Winds

 

 

Spezial Teile:

Zur Zeit arbeite ich mit einer CNC Werkstatt an einer neuen Mutter sowie weiteren Teilen für die Kupplung. Wer Teile benötigt, bitte mailen. Liste siehe unten.

Nr. Anzahl Bezeichnung Bezeichnung Ersatzteilnummer Info
1 1 M16x1,5 Spezialmutter Linksgewinde Mutter Kupplung
SD50-1-1  V2A, mit 2 Stück M4 x10 Madenschrauben 55€/Stück
2 je 2
Satz Passringe aus Federstahl/Edelstahl 0.1mm, 0.2mm, 0.25mm, 0,5mm
Passringe SD50-2-1  Passringe aus Kupfer Set für eine Kupplung 15€/Stück
3 5 Passringe aus V2A 5x0,2mm Passringe SD50-3-0

Set für eine Kupplung

4 10gr

60µ Schleifpulver mit Motoröl SAE30 zu einer Paste mischen oder  Ventileinschleifpaste (nur die feine Nachschleifpaste verwenden)

Schleifpaste SD50-4-0  Dose mit grob und feiner Schleifpaste 15€
 5 4 Nadelkränze Nadelkränze SD50-5-0
 4 Stück Set 60€
6 je 1 Kupferscheiben Set: 0,5mm, 1mm, 1,5mm   SD50-6-0 3 Stück Set 30€
7 1 Fühlerlehre   SD50-7-0 5,50€
8 1 Nuss   SD50-8-0 7,50€
9 1 Ringschraube   SD50-9-0 4,50€

 

 

 

 

 

Haftungsausschluss:
Diese Anleitung wurde nach bestem Wissen und Gewissen anhand einem von mir selbst durchgeführten Reparatur/ Wartung durchgeführt und verschriftlicht.
Die Anleitung wurde sorgfältig von mir erstellt und geprüft. Es wird keine Haftung für die Anwendung dieser Anleitung oder für Beschädigungen, die durch diese Anleitung entstehen, übernommen. 

Copyright:

Jochen Brickwede im Mai 2021

 

Reparaturbericht: Lagertausch  Raymarine ST 60+ Masteinheit. (A22078)

Folgt die Windfahne nur bei stärkeren Wind?
Dreht sich der Windmesser langsamer als die Windmesser der Nachbarlieger?
Zeigt der Windmesser 3 Striche oder 0.0?
Bleibt der Zeiger der Windfahne in einem Quadranten hängen?
Dann ist eine Wartung/ Reparatur  der Masteinheit notwendig.
Zusätzlich kann ein Austausch von Löffelrad/ Windfahne oder Mastkabel notwendig sein.

Die ST60+ Masteinheit  ist elektrisch voll kompatibel zur ST50/60   und kann 1:1 ausgetauscht werden. Das Windrad vom ST60+ dreht sich ca. 30% schneller als das eckige Windrad vom ST50 / ST60. Am Instrument kann man das nicht vollständig kompensieren. Aber wenn man es weiss, kann man ja im Kopf kompensieren. Dazu mehr im Bericht über die elektrische Prüfung.

Im Gegensatz zur ST60 Reparatur ist bei der ST60+ Reparatur der Masteinheit alles viel einfacher, aber dafür auch viel teurer, da nur Original Ersatzteile von Raymarine zum Einsatz kommen können.

Ersatzteile: Siehe Text.
eventuell Wind Vane Service Kit  Masthead E28167 (Löffelrad und Windfahne) ca. 55€ (Stand 2020)

Benötigtes Werkzeug:
Ein Set von Austreibern (hier 8mm/ 1mm), ein kleiner Kreuzschraubendreher, Uhrmacher-Schraubendreher,

Hinweis: Erst die Anleitung komplett lesen, um festzustellen, ob man das handwerkliche Geschick hat,  um sich an die Arbeitsschritte zu trauen.

Evtl. ist auch das Video auf der Raymarine Homepage hilfreich: http://www.raymarine.de/view/?id=4952   (nach ST60+ Wind Vane Cable Replacement suchen)

 

Windfahne und Laufrad demontieren, Gehäuse öffnen:

 

 

 

Die Demontage von Laufrad und Windfahne ist nicht unbedingt notwendig. Wenn aber beide Teile schon älter sind, brechen sie leicht. Die Demontage ist einfach, daher wird sie hier empfohlen.

Mit dem kleinen Kreuzschraubendreher Laufrad und Windfahne lösen und abziehen.






 

 

 

 

 

Dann die obere und untere Hälfte des Gebergehäuses in die Hände nehmen und wie ein Schraubglas entgegen dem Uhrzeigersinn aufdrehen.

Es könnte schwergängig sein, insbesondere wenn das Fett am Dichtungsring und Gewinde nicht vorhanden, bzw. eingetrocknet ist.

 

 

 

 

 

 

 Windfahnen Lager wechseln:

 

 

Nachdem der obere Deckel abgeschraubt worden ist, ist die Sensor Leiterplatte mit beiden Sensoren zu sehen.

Im oberen Deckel ist das in Kunststoff verpackte weiße Lagerpaket zu sehen. Sollte die Achse nicht leichtgängig im Lagerpaket laufen, muss der gesamte Kopf gewechselt werden. Einzeln ist das Lagerpaket nicht zu bekommen.

Ersatzteil Nummer: A28168
Enthält den Kopf, O-Ring und das Lagerpaket

Kosten ca.:  159€ (Stand 2020)

 

 

 

 

 

 

 

Der Windfahnen Sensor arbeitet magnetisch. Wenn die Gummitülle innen entfernt worden ist, kann der Magnet von der Achse vorsichtig gezogen werden. Mit einem Austreiber kann das Lagerpaket von innen aus dem Gehäuse kopf  von Hand herausgedrückt werden. (Nicht notwendig wenn der gesamte Kopf ausgetauscht wird).

 

 

 

 

Sensor Leiterplatte wechseln:

 

 

 

Mit einem kleinen Uhrmacher-Schraubendreher die Leiterplatte aus dem unteren Gehäuse teil heraus hebeln.

Wenn die Anzeige im Instrument unsinnige Werte zeigt, dann müssen die Kabelverbindungen geprüft und /oder die Leiterplatte ausgewechselt werden.

Siehe auch Elektrische Prüfung Mastgeber

 

 

 

 

 

 

Die Leiterplatte ist zum Glück mit einem kleinen Steckverbinder an die Kabelzuführung verbunden.

Die Leiterplatte wird hier getrennt und ggf. die neue Leiterplatte angesteckt.

Ersatzteil Nummer: A28164
Kosten ca.:  130€ (Stand 2020)

 

Bricht ein Steckerpin ab ist das kein Problem. Das Kabel mit Stecker gibt es als Ersatzteil. A28165. Kosten ca. 23€ (2021)

 

 

 

Windgeber Lager wechseln

 

 

Elektrisch ist der Windgeber im ST60+ ein optisches System mit zwei Impulsen pro Umdrehung. Somit liefert der Sensor die passenden Impulse passend zur Windgeschwindigkeit, oder im Falle eine Defektes auf der Leiterplatte, gar keine Impulse (3 Striche oder 0.0 im Display).

 Im unteren Teil der Masteinheit ist die Achse für den Windgeber verbaut. Sollte der Windgeber geringere Windstärken anzeigen als ein vergleichbares Instrument sind die Lager schwergängig.  Leider sind auch die unteren Lager nicht als Ersatzteil zu bekommen sondern nur das komplette Unterteil mit Arm.

Ersatzteil Nummer:   A28168 (300mm)             225€      (Stand 2020)

                                 A28169 (600mm)             399€      (Stand 2020)

 

 

Ein Tipp:
Die Lagerpakete für das Ober-/ Unterteil sind identisch. Benötigt man ein Lagerpaket für das Unterteil, dann bestellt man sich das Oberteil für 144€ und benutzt nur das Lagerpaket. (Ersparnis 65€ / 250€)

 

Zusammenbau:

 

 

 

 

Der Zusammenbau ist wieder sehr einfach.
Die Leiterplatte in das Unterteil einlegen dabei auf die kleine Aussparung achten. Die Leiterplatte rastet mit einem leisen Klick ein.
Dann die beiden Teile wieder zusammenfügen, vorher Gewinde und O-Ring etwas fetten, und dann fest zusammen schrauben.

 

 

 

 

 

Wartungstipp:

 

 

 

 

 

Am Windrad befindet sich eine Bohrung durch die das angesammelte Wasser (Regen, Sturm) wieder ablaufen soll. Ist die Bohrung durch Schmutz verstopft, läuft das untere Lager im Wasser und die nächste Wartung ist viel eher fällig.
Besser ist es hier, eine oder zwei, weitere Bohrungen anzubringen. Dann sollte im Laufe der gesamten Lebendauer das untere Lager nie wieder mit Wasser in Berührung kommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Haftungsausschluss:
Diese Anleitung wurde nach bestem Wissen und Gewissen an Hand einem von mir selbst durchgeführten Lagertausch durchgeführt.
Die Anleitung wurde sorgfältig von mir erstellt und geprüft. Es wird keine Haftung für die Anwendung dieser Anleitung oder für Beschädigungen, die durch diese Anleitung entstehen, übernommen. 

Copyright :
©Jochen Brickwede im Januar 2021

 

 

(erschienen im Palstek 2-2021 (März 2021)

Tanken bei hohem Seegang aus dem Reservekanister

 

 

 

Unterwegs mit dem Segelboot zu sein ist schon eine schöne Sache. Wenn aber Motorunterstützung angesagt ist, hoch am Wind, gegen an oder ein Defekt an der Segelanlage, kann Spritmangel bei hohem Seegang schon lebensbedrohlich werden.

 

Wie bekomme ich den Diesel aus dem Reservekanister in den Tank, ohne etwas zu verschütten oder Meerwasser in die Diesel Einfüllöffnung zu bekommen?

 

Dieser Bericht beschreibt den Selbstbau einer Betankungsanlage, die auch bei ungünstigen Witterungsbedingungen sicher und sauber funktioniert.

 

 

 

 

 

 Wir benötigen dazu die nachfolgenden Teile:

 

 

 

 

Eine 12V Zahnrad oder Impeller Pumpe

Ich bevorzuge eine Zahnradpumpe, da diese wartungsfreier als eine Impeller Pumpe ist). Sie sollte eine Pumpleistung von ca. 20l/min.  haben. Die Anschlüsse sind meist für 12mm Schläuche ausgelegt.

Die 12mm Anschlüsse mit etwas Teflon Band eindichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieselvorfilter und Wasserabscheider. (mit 12mm Schlauchanschlüssen)

Die 12mm Anschlüsse mit etwas Teflon Band eindichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Dieselfester Spritschlauch:

 Ca. 3m (abhängig vom Schiff und Einbauort) dieselfester Spritschlauch mit einem Innendurchmesser von 10-12mm. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Va2 Rohr 12mm:

Ca. 50cm V2A Rohr 12mm Außendurchmesser. (Wandstärke 1-2mm). 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Messing T-Stück

1x Messing T-Stück 12mm.

1x Messing T-Stück meist 8mm, passend für die Dieselrücklaufleitung. 

 

 

 

 

 

Weitere Teile: 

Holzleisten/ Brett und Montagespachtel zwecks Montage von Pumpe und Filter.

Etwas Teflon Band zum Eindichten der 12mm Anschlüsse an Pumpe und Filter.

2 x V2A M10 Mutter; 1x V2A M10x10mm Schraube, beliebige 10mm Schraube auf 10mm gekürzt; O-Ring 8mm x 2mm auf die Schraube aufziehen.

8 Schlauchschellen 16mm-27mm; 4 Schlauchschellen ca. 10mm-16mm

 

Werkzeug:

 

 

 

 

 

 

Gas-Hartlötgerät

1 Stab mit Flussmittel ummanteltes Hartlot.

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiteres Werkzeug:

Bügelsäge; Schraubendreher, Messer

4qmm Kabel, Schalter und Sicherung.

 

Bauanleitung:

 

 

 

 

 Saugrohr:

Aus dem 12mm Niro Rohr baue ich ein Saugrohr für den Reservekanister. Die Größe des Reservekanisters gibt die Länge des Saugrohrs vor. Meist reichen 40cm – 50cm. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich bevorzuge ein Niro Rohr, da nach dem Tankvorgang das Saugrohr mit einem Papiertuch leicht gereinigt werden kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Rohr wird nach dem Tankvorgang mit einer Schraube und dem O-Ring verschlossen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Zunächst wird das 12mm Messing T-Stück, wie angezeichnet, mit der Bügelsäge zugesägt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Arm (der nach dem Schnitt1) wird auf das abgemessene Stück Saugrohr mit Hartlot angelötet.

Werden die Kanten beider Teile angeschrägt und rund herum verlötet, ist die Verbindung stabil und (diesel-)dicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann eine M10 Mutter am unteren Ende des Saugrohrs anlöten. Hier darauf achten, dass die Mutter (diesel-)dicht an das Rohr angelötet wird.

Die M10 Schraube mit dem O-Ring am Schraubenkopf wird nach dem Tankvorgang das Rohr verschließen und kein Diesel tropft heraus und stinkt die Backskiste voll.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann eine M10 Mutter am oberen Ende des Saugrohrs an 2 Punkten anlöten. Hier wird die Mutter während des Tankvorgangs geparkt.

Damit ist das Saugrohr fertig und die passende Länge der Dieselleitung kann aufgesteckt und mit den Schellen befestigt werden.

 

 

 

 

 

 

 

Pumpe und Filter:

Zwei Holzleisten mit Montagespachtel an die Wand befestigen und daran den Vorfilter und die Pumpe anschrauben.

An dem Vorfilter den Schlauch mit dem Saugrohr anschließen und mit den Schellen sichern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim Tanken aus unbekannten Quellen lassen sich im Filter gut Wasser und Verunreinigungen erkennen und zurückhalten.

 

 

 

 

 

 

 

T-Adapter für Tankrückleitung:

Alle Dieselmotoren haben eine Rückleitung von der Einspritzpumpe zurück in den Haupttank. Der Durchmesser dieser Leitung gilt es auszumessen. Denn das Maß ist wichtig für den T-Adapter, der in die Rückleitung eingebaut wird. Bei mir war es eine 8mm Rückleitung. Somit habe ich einen 8mm T-Adapter aus Messing bestellt und entsprechend angepasst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der verbliebenen 12mm Messing T-Adapter wird weiter zersägt (Schnitte 2 und 3; siehe Bilder oben) dann das mittlere 12mmTeil, wie hier gezeigt, auf den abgewinkelten Teil des 8mm Adapter aufgesteckt und (diesel-)dicht hart verlötet. Fertig ist ein 12mm zu 8mm dieseldichter T-Adapter.

 

 

 

 

Der Druckschlauch der Pumpe wird zum Diesel Haupttank verlegt, der Adapter eingesteckt und mit Schlauchschellen gesichert.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Rücklaufleitung wird aufgetrennt und der Adapter eingesetzt.

 

 

 

 

 

 

Jetzt noch die Pumpe elektrisch anschließen und der Tankvorgang aus dem Reservekanister in den Haupttank kann auch bei widrigen Wetterverhältnissen sauber und sicher stattfinden.

 Halterung für das Saugrohr:

 

 

 

Damit das Saugrohr nicht in der Backskiste lose herumliegt kann man sich noch 12mm Kunststoff Klammern bestellen und damit das Saugrohr befestigen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Damit lässt sich das Saugrohr in der Nähe der Pumpe befestigen.

 

 

 

 

Kostenaufstellung:

Zahnradpumpe 88,00€
Filter 30,00€
Schlauch 3m x 12mm 18,00€
Niro Rohr 12mm 12,00€
Kunststoffklemmen 12mm 5,00€
Hartlötstab 3,00€
Schlauchverbinder 8mm 3,50€
Schlauchverbinder 12mm                        
     5,50€
Summe: 165,00€

 

Alle Teile konnten problemlos im Internet / Ebay / Amazon etc. bestellt werden.

 

Abschluss:

Die Kosten halten sich in Grenzen (siehe Kostenaufstellung). Die einzelnen Arbeitsgänge sollten für jeden Eigner ohne Probleme machbar sein.

Zur guten Seemannschaft gehört es das gelungene Werk auch auszuprobieren.

  1. Damit wird die Anlage auf Dichtigkeit geprüft.
  2. Man hat die Handhabung im sicheren Hafen schon geübt um in ernsten Situationen ohne nachzudenken den Reservediesel sicher in den Haupttank zu befördern.
  3. Der "alte" Diesel aus den Reservekanistern kommt geruchs- und kleckerfrei in den Haupttank. Die Reservekanister werden mit frischem Diesel neu befüllt. Schließlich altert auch Diesel, wird dann weniger zündwillig. Außerdem verliert alter Diesel seine Schmierfähigkeit. Damit setzt man seine Einspritzpumpe aufs Spiel. Ein stotternder Diesel braucht niemand, erst recht nicht in Gefahrensituationen.

Viel Erfolg beim Nachbau.

Copyright by
Jochen Brickwede

Datenschutzgesetzverordnung (DSGVO)

22.04.2018

Datenschutzerklärung

Welche personenbezogenen Daten werden von uns erfasst?

Personenbezogene Daten sind Daten, die Rückschlüsse auf die Identität einer Person zulassen. Personenbezogene Daten werden von uns nur dann erfasst, wenn der Nutzer freiwillig in die Nutzung seiner Daten einwilligt.
Dies ist insbesondere bei Kontaktformularen der Fall.

Rechtsgrundlage

Alle vom Nutzer verwendeten eingegebenen Daten werden von uns ausschließlich dazu verwendet, um den vom Nutzer der Website gewünschten Dienst zu erbringen. Rechtsgrundlage ist hierfür Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO bzw. Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.

Cookies

Wie viele andere Webseiten verwenden wir auch so genannte „Cookies“. Cookies sind kleine Textdateien, die von einem Webseitenserver auf Ihre Festplatte übertragen werden. Hierdurch erhalten wir automatisch bestimmte Daten wie z. B. IP-Adresse, verwendeter Browser, Betriebssystem über Ihren Computer und Ihre Verbindung zum Internet.

Cookies können nicht verwendet werden, um Programme zu starten oder Viren auf einen Computer zu übertragen. Anhand der in Cookies enthaltenen Informationen können wir Ihnen die Navigation erleichtern und die korrekte Anzeige unserer Webseiten ermöglichen.

In keinem Fall werden die von uns erfassten Daten an Dritte weitergegeben oder ohne Ihre Einwilligung eine Verknüpfung mit personenbezogenen Daten hergestellt.

Natürlich können Sie unsere Website auch ohne Cookies betrachten. Internet-Browser sind regelmäßig so eingestellt, dass sie Cookies akzeptieren. Sie können die Verwendung von Cookies jederzeit über die Einstellungen Ihres Browsers deaktivieren. Bitte verwenden Sie die Hilfefunktionen Ihres Internetbrowsers, um zu erfahren, wie Sie diese Einstellungen ändern können. Bitte beachten Sie, dass einzelne Funktionen unserer Website möglicherweise nicht funktionieren, wenn Sie die Verwendung von Cookies deaktiviert haben.

Technisch notwendige Cookies:

Name Zweck Lebensdauer
fmalertcookies

Speichert dass Sie die Datenschutzhinweise gelesen und akzeptiert haben. Damit werden Sie beim nächsten Besuch nicht noch einmal gefragt

Wird gelöscht, sobald Sie Ihren Browser-Cache leeren oder 30 Tage nach Ihrem Besuch.
ga-disable-UA-XXXXXXX-X Schaltet Google Analytics nur für diese Webseite und nur für Ihren Browser aus. (Opt-Out-Cookie) Wird gelöscht, sobald Sie Ihre Browser-Cookies löschen oder bis zum 31.12.2099.

_????
(mit ? = zufällige Buchstaben)

Session cookies der Webseite Werden zur Verarbeitung innerhalb der Webseite benötigt. Teilweise nur gültig solange die Seite angezeigt wird.

 

Registrierung auf unserer Webseite

Eine Registrierung auf unserer Webseite findet nicht statt. Somit fallen auch in diesem Zusammenhang keine persönlichen Daten an.

Weitergabe von Daten

Eine Übermittlung Ihrer persönlichen Daten an Dritte findet in keinem Fall statt, es sei denn, wir sind aufgrund von behördlichen oder gerichtlichen Anordnungen dazu verpflichtet..

Social Media Plug-ins

Wir setzen auf unserer Website keine Plugins für "Like" oder "Teilen" der sozialen Netzwerke Facebook, Twitter oder Instagram ein. Somit können keine persönlichen Daten an die sozialen Netzwerke übertragen werden.

Kontaktformular

Treten Sie per E-Mail oder Kontaktformular mit uns in Kontakt, werden die von Ihnen gemachten Angaben zum Zwecke der Bearbeitung der Anfrage sowie für mögliche Anschlussfragen gespeichert.

Löschung bzw. Sperrung der Daten

Wir halten uns an die Grundsätze der Datenvermeidung und Datensparsamkeit. Wir speichern Ihre personenbezogenen Daten daher nur so lange, wie dies zur Erreichung der hier genannten Zwecke erforderlich ist oder wie es die vom Gesetzgeber vorgesehenen vielfältigen Speicherfristen vorsehen. Nach Fortfall des jeweiligen Zweckes bzw. Ablauf dieser Fristen werden die entsprechenden Daten routinemäßig und entsprechend den gesetzlichen Vorschriften gesperrt oder gelöscht.

Verwendung von Google Analytics

Diese Webseite benutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. (folgend: Google). Google Analytics verwendet sog. „Cookies“, also Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Webseite durch Sie ermöglichen. Die durch das Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieser Webseite werden in der Regel an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Aufgrund der Aktivierung der IP-Anonymisierung auf diesen Webseiten, wird Ihre IP-Adresse von Google jedoch innerhalb von Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder in anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zuvor gekürzt. Nur in Ausnahmefällen wird die volle IP-Adresse an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gekürzt. Im Auftrag des Betreibers dieser Webseite wird Google diese Informationen benutzen, um Ihre Nutzung der Webseite auszuwerten, um Reports über die Webseitenaktivitäten zusammenzustellen und um weitere mit der Webseitennutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen gegenüber dem Webseitenbetreiber zu erbringen. Die im Rahmen von Google Analytics von Ihrem Browser übermittelte IP-Adresse wird nicht mit anderen Daten von Google zusammengeführt.

Sie können die Speicherung der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser-Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Webseite vollumfänglich werden nutzen können. Sie können darüber hinaus die Erfassung der durch das Cookie erzeugten und auf Ihre Nutzung der Webseite bezogenen Daten (inkl. Ihrer IP-Adresse) an Google sowie die Verarbeitung dieser Daten durch Google verhindern, indem sie das unter dem folgenden Link verfügbare Browser-Plugin herunterladen und installieren: Browser-Add-on zur Deaktivierung von Google Analytics.

Zusätzlich oder als Alternative zum Browser-Add-On können Sie das Tracking durch Google Analytics auf unseren Seiten unterbinden, indem Sie den nachfolgenden Link anklicken.Erfassung von Daten durch Google Analytics für diese Website deaktivieren. Dabei wird ein Opt-Out-Cookie auf Ihrem Gerät installiert. Damit wird die Erfassung durch Google Analytics für diese Website und für diesen Browser zukünftig verhindert, so lange der Cookie in Ihrem Browser installiert bleibt.

Verwendung von Google Maps

Diese Webseite verwendet Google Maps API, um geographische Informationen visuell darzustellen. Bei der Nutzung von Google Maps werden von Google auch Daten über die Nutzung der Kartenfunktionen durch Besucher erhoben, verarbeitet und genutzt. Nähere Informationen über die Datenverarbeitung durch Google können Sie den Google-Datenschutzhinweisen entnehmen. Dort können Sie im Datenschutzcenter auch Ihre persönlichen Datenschutz-Einstellungen verändern.

Ausführliche Anleitungen zur Verwaltung der eigenen Daten im Zusammenhang mit Google-Produkten finden Sie hier.

 

Google Webfonts

Diese Seite verwendet zur Darstellung der Schrift sogenannte Webfonts. Diese werden von Google bereitgestellt (http://www.google.com/webfonts/). Dazu lädt beim aufrufen unserer Seite ihr Browser die benötigte Webfont in ihren Browsercache. Dies ist notwendig damit auch ihr Browser eine optisch verbesserte Darstellung unserer Texte anzeigen kann. Wenn ihr Browser diese Funktion nicht unterstützt, wird eine Standardschrift von ihrem Computer zur Anzeige genutzt.
Weitergehende Informationen zu Google Webfonts finden sie unter https://developers.google.com/fonts/faq?hl=de-DE&csw=1
Allgemeine Informationen zum Thema Datenschutz bei Google finden sie unter http://www.google.com/intl/de-DE/policies/privacy/

 

Eingebettete YouTube- und Vimeo Videos

Auf einigen unserer Webseiten betten wir Youtube-Videos und Vimeo Video's ein. Betreiber der entsprechenden Plugins ist die YouTube, LLC, 901 Cherry Ave., San Bruno, CA 94066, USA und Vimeo LLC 555 W 18th St New York, New York 10011. Wenn Sie eine Seite mit dem YouTube-Plugin oder Vimeo besuchen, wird eine Verbindung zu Servern von Youtube und Vimeo hergestellt. Dabei wird Youtube oder Vimeo mitgeteilt, welche Seiten Sie besuchen. Wenn Sie in Ihrem Youtube-Account oder Vimeo-Account eingeloggt sind, kann Youtube oder Vimeo Ihr Surfverhalten Ihnen persönlich zuzuordnen. Dies verhindern Sie, indem Sie sich vorher aus Ihrem Youtube-Account oder Vimeo-Account ausloggen.

Wird ein Youtube- oder Vimeo Video gestartet, setzt der Anbieter Cookies ein, die Hinweise über das Nutzerverhalten sammeln.

Wer das Speichern von Cookies für das Google-Ad-Programm deaktiviert hat, wird auch beim Anschauen von Youtube-Videos mit keinen solchen Cookies rechnen müssen. Youtube oder Vimeo legen aber auch in anderen Cookies nicht-personenbezogene Nutzungsinformationen ab. Möchten Sie dies verhindern, so müssen Sie das Speichern von Cookies im Browser blockieren.

Weitere Informationen zum Datenschutz bei „Youtube“ finden Sie in der Datenschutzerklärung des Anbieters unter: https://www.google.de/intl/de/policies/privacy/

Weitere Informationen zum Datenschutz bei Vimeo finden Sie in der Datenschutzerklärung des Anbieters unter: https://vimeo.com/privacy.

Google reCaptcha

Um für ausreichend Datensicherheit bei der Übermittlung von Formularen (hier Email) Sorge zu tragen, verwenden wir in bestimmten Fällen den Service reCAPTCHA des Unternehmens Google Inc. Dies dient vor allem zur Unterscheidung, ob die Eingabe durch eine natürliche Person erfolgt oder missbräuchlich durch maschinelle und automatisierte Verarbeitung. Der Service inkludiert den Versand der IP-Adresse und ggf. weiterer von Google für den Dienst reCAPTCHA benötigter Daten an Google ein. Hierfür gelten die abweichenden Datenschutzbestimmungen von Google Inc. Weitere Informationen zu den Datenschutzrichtlinien von Google Inc. finden Sie unter http://www.google.de/intl/de/privacy oder https://www.google.de/intl/de/policies/privacy/

Datenspeicherung durch den Provider

Diese Webseite wird durch einen Dienstleister gehostet. Ihr Zugriff auf diese Webseite wird in Log Files gespeichert.

Welche Logfiles gibt es und welche Daten werden erfasst?

Es werden Zugriffs-Logfiles und Fehler-Logfiles auf dem Server des Dienstleisters gespeichert. Diese Logfiles enthalten die IP Adresse des Besuchers, und damit personenbezogene Daten. Es werden dort folgende Daten erfasst:

    Besuchte Website
    Uhrzeit zum Zeitpunkt des Zugriffes
    Menge der gesendeten Daten in Byte
    Quelle/Verweis, von welchem Sie auf die Seite gelangten
    Verwendeter Browser
    Verwendetes Betriebssystem
    Verwendete IP Adresse

Als Betreiber dieser Seite kann ich die Log Files einsehen. Die IP Adresse wird nach 24 Stunden anonymisiert; dazu wird das letzte Oktett genullt. Die Löschung erfolgt dann nach spätestens nach 7 Tagen.

Die Logfiles werden zur Aufrechterhaltung des Serverbetriebs und zur statistischen Auswertung des Dienstleisters erhoben und gespeichert.

Welche Daten werden serverseitig gespeichert und verarbeitet?

Neben den Logfiles findet vom Dienstleister aus keine weitere Speicherung von Daten statt.

 

Ihre Rechte auf Auskunft, Berichtigung, Sperre, Löschung und Widerspruch

Betroffenenrechte

Sie haben das Recht:

  • gemäß Art. 15 DSGVO Auskunft über Ihre von uns verarbeiteten personenbezogenen Daten zu verlangen. Insbesondere können Sie Auskunft über die Verarbeitungszwecke, die Kategorie der personenbezogenen Daten, die Kategorien von Empfängern, gegenüber denen Ihre Daten offengelegt wurden oder werden, die geplante Speicherdauer, das Bestehen eines Rechts auf Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung oder Widerspruch, das Bestehen eines Beschwerderechts, die Herkunft ihrer Daten, sofern diese nicht bei uns erhoben wurden, sowie über das Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling und ggf. aussagekräftigen Informationen zu deren Einzelheiten verlangen;
  • gemäß Art. 16 DSGVO unverzüglich die Berichtigung unrichtiger oder Vervollständigung Ihrer bei uns gespeicherten personenbezogenen Daten zu verlangen;
  • gemäß Art. 17 DSGVO die Löschung Ihrer bei uns gespeicherten personenbezogenen Daten zu verlangen, soweit nicht die Verarbeitung zur Ausübung des Rechts auf freie Meinungsäußerung und Information, zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung, aus Gründen des öffentlichen Interesses oder zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen erforderlich ist;
  • gemäß Art. 18 DSGVO die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen, soweit die Richtigkeit der Daten von Ihnen bestritten wird, die Verarbeitung unrechtmäßig ist, Sie aber deren Löschung ablehnen und wir die Daten nicht mehr benötigen, Sie jedoch diese zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen benötigen oder Sie gemäß Art. 21 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung eingelegt haben;
  • gemäß Art. 20 DSGVO Ihre personenbezogenen Daten, die Sie uns bereitgestellt haben, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesebaren Format zu erhalten oder die Übermittlung an einen anderen Verantwortlichen zu verlangen;
  • gemäß Art. 7 Abs. 3 DSGVO Ihre einmal erteilte Einwilligung jederzeit gegenüber uns zu widerrufen. Dies hat zur Folge, dass wir die Datenverarbeitung, die auf dieser Einwilligung beruhte, für die Zukunft nicht mehr fortführen dürfen und
  • gemäß Art. 77 DSGVO sich bei einer Aufsichtsbehörde zu beschweren. In der Regel können Sie sich hierfür an die Aufsichtsbehörde Ihres üblichen Aufenthaltsortes oder Arbeitsplatzes oder unseres Kanzleisitzes wenden.

Widerspruchsrecht

Sofern Ihre personenbezogenen Daten auf Grundlage von berechtigten Interessen gemäß Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DSGVO verarbeitet werden, haben Sie das Recht, gemäß Art. 21 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten einzulegen, soweit dafür Gründe vorliegen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben oder sich der Widerspruch gegen Direktwerbung richtet. Im letzteren Fall haben Sie ein generelles Widerspruchsrecht, das ohne Angabe einer besonderen Situation von uns umgesetzt wird. Möchten Sie von Ihrem Widerrufs- oder Widerspruchsrecht Gebrauch machen, genügt eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Links zu anderen Websites

Diese Webseite beinhaltet Verlinkungen zu Webseiten Dritter - sog. externe Links. Die Inhalte dieser externen Links entziehen sich unserer Einflussnahme, sodass eine Gewähr für solche Inhalte unsererseits nicht übernommen wird. Die Verantwortung liegt stets beim jeweiligen Betreiber der externen Seiten. Zum Zeitpunkt der Verknüpfung der externen Links waren keine Rechtsverstöße ersichtlich. Die permanente Überwachung fremder Inhalte auf Rechtsverstöße ohne konkrete Hinweise ist uns nicht zumutbar. Sollten wir Kenntnis von Rechtsverletzungen erlangen, werden wir die entsprechenden externen Links unverzüglich entfernen.

Änderung unserer Datenschutzbestimmungen

Wir behalten uns vor, diese Datenschutzerklärung gelegentlich anzupassen, damit sie stets den aktuellen rechtlichen Anforderungen entspricht oder um Änderungen unserer Leistungen in der Datenschutzerklärung umzusetzen, z. B. bei der Einführung neuer Services. Für Ihren erneuten Besuch gilt dann die neue Datenschutzerklärung.

 

Jochen Brickwede

im Mai 2018

Cookie-Richtlinie

Cookies sind kleine Textdateien, welche von den Websites erstellt werden, die Sie besucht haben. Sie werden verwendet, um moderne Websiten optimal bedienbar zu machen oder dem Betreiber bestimmte Informationen zur Website zu liefern.

Die Verwendung mancher Cookies ist optional und kann von Ihnen hier aktiviert bzw. deaktiviert werden. Standardmäßig sind alle freiwilligen Cookies deaktiviert. Unbedingt erforderliche Cookies sind jedoch immer aktiviert, da sie für das störungsfreie Betreiben der Seite unabdingbar sind. In diesen Fällen dürfen Cookies auch ohne Ihre ausdrückliche Einwilligung gesetzt werden, da Ihnen der Dienst der Webseite aus technischen Gründen ansonsten nicht zur Verfügung gestellt werden kann. 

Aktuell haben Sie folgende Cookies aktiviert*:

Cookie-Richtlinie

Cookies sind kleine Textdateien, welche von den Websites erstellt werden, die Sie besucht haben. Sie werden verwendet, um moderne Websiten optimal bedienbar zu machen oder dem Betreiber bestimmte Informationen zur Website zu liefern.

Die Verwendung mancher Cookies ist optional und kann von Ihnen hier aktiviert bzw. deaktiviert werden. Standardmäßig sind alle freiwilligen Cookies deaktiviert. Unbedingt erforderliche Cookies sind jedoch immer aktiviert, da sie für das störungsfreie Betreiben der Seite unabdingbar sind. In diesen Fällen dürfen Cookies auch ohne Ihre ausdrückliche Einwilligung gesetzt werden, da Ihnen der Dienst der Webseite aus technischen Gründen ansonsten nicht zur Verfügung gestellt werden kann. 

Aktuell haben Sie folgende Cookies aktiviert*:

 

Technisch notwendige Cookies

Permanente Cookies

 

 

 

Optionale Cookies

Cookie-Richtlinie

Cookies sind kleine Textdateien, welche von den Websites erstellt werden, die Sie besucht haben. Sie werden verwendet, um moderne Websiten optimal bedienbar zu machen oder dem Betreiber bestimmte Informationen zur Website zu liefern.

Die Verwendung mancher Cookies ist optional und kann von Ihnen hier aktiviert bzw. deaktiviert werden. Standardmäßig sind alle freiwilligen Cookies deaktiviert. Unbedingt erforderliche Cookies sind jedoch immer aktiviert, da sie für das störungsfreie Betreiben der Seite unabdingbar sind. In diesen Fällen dürfen Cookies auch ohne Ihre ausdrückliche Einwilligung gesetzt werden, da Ihnen der Dienst der Webseite aus technischen Gründen ansonsten nicht zur Verfügung gestellt werden kann. 

Aktuell haben Sie folgende Cookies aktiviert*:

 

Technisch notwendige Cookies

Permanente Cookies

 

 

 

Optionale Cookies